TITEL, NORMEN UND FLOTTE ZEITEN
  12.06.2019 •     HLV , Leistungssport , Wettkampfsport


Hessische Mittelstreckler setzen sich in Essen und Pfungstadt bestens in Szene

Im wahrsten Sinne des Wortes rund ging es in Essen bei den deutschen Langstrecken-Meisterschhaften über 10.000 Meter auf der Bahn. In der U20 gab es durch Marius Abele und Dominik Müller einen hessischen Doppelsieg. Das dominierende Duo im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach lieferte mit 31:25,28 bzw. 31:33,00 Minuten auch hervorragende Zeiten ab. Niklas Krämer (Königsteiner LV) komplettierte als Sechster (32:19,00 Minuten) das sehr gute Abschneiden der HLV-Athleten. In der älteren Altersklasse U23 konnte Davor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) die deutsche Vizemeisterschaft bejubeln und blieb mit starken 29:12,30 Minuten auch unter der der geforderten EM-Norm für die Titelkämpfe im schwedischen Gävle. Mit von der Partie in diesem Rennen war auch noch Teamkollege Julius Hild (32:21,56). Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) wurde bei den Männern mit 29:25,96 Minuten gestoppt. Marathon-Spezialistin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) spulte die 25 Runden in 33:35,18 Minuten (3.) ab, was jedoch für einen eventuellen Start beim 10.000-Meter-Europacup in London nicht schnell genug war. Bei den Juniorinnen (U23) zeigte für Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) die Stoppuhr im Ziel 34:09,7 Minuten an. In Kombination mit Platz drei bei der U23 dürfte Oed somit das Ticket für die kontinentalen Titelkämpfe in Gävle/SWE gelöst haben. Stark auch der Auftritt von Miriam Ruoff (TV Waldstraße Wiesbaden) über die 5000 Meter in der U20. Miriam, die noch der jüngeren U18 angehört, verbesserte sich auf gute 16:56,66 Minuten und belegte Rang vier. 

Der Name bei der Pfungstädter „Lauf-Gala“ war Programm. Die erneut vorbildlich organisierte Veranstaltung, bei der reihenweise Normen für diverse Meisterschaften fielen, lockte wieder Mittelstreckler aus dem gesamten Bundesgebiet nach Südhessen.

Bundestrainer Georg Schmidt sah bei seinem Schützling Dennis Biederbick nach Platz vier in 1:49,68 Minuten über 800 Meter eine leichte Verbesserung und Entwicklung in die richtige Richtung, was aber nicht für eine Platzierung ganz vorne ausreichte. Hier machten der U20er Maximilian Sluka (Hallesche LA Freunde/1:49,08 min.) und Omar Jammeh (MTG Mannheim/1:49,34 min.) die Sache unter sich aus. „Das ganz große Ding“, so Schmidt, blieb auch über 1500 Meter diesmal noch aus. Der Sieg ging mit 3:42,41 Minuten an Jens Mergenthaler (SV Winnenden). Innerhalb einer halben Sekunde stürmten dann gleich drei Mittelstreckler über die Ziellinie. Den Anfang machte mit 3:43,16 Minuten Ilyas Yonis Osman (TV Waldstraße Wiesbaden/noch U23), der Marvin Heinrich (LG Eintracht Frankfurt/3:43,34 min.) sowie Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach/3:43,67 min.) im Schlepptau hatte. Sven Wagner (USC Mainz/U20), der seit letztem Herbst am Stützpunkt in Frankfurt trainiert, gefiel mit starken 3:45,90 Minuten. Marc Tortell (TV Rendel) kam auf 3:47,45 Minuten. Über 3000 Meter musste sich der U18er Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach) nach flotten 8:29,09 Minuten lediglich Erik Schoob (LAV Rostock/8:27,79 Minuten) knapp geschlagen geben, der jedoch schon der U23 angehört.

In einem gemischten 800-Meter-Rennen liefen Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) und  Sophia Volkmer (TV Wetzlar/U18) im Sog der Männer mit. Dies nutzte die unfassbar starke Jugendliche zur Verbesserung ihres eigenen Hessenrekordes (gelaufen im Mai in Karlsruhe) auf nun 2:04,26 Minuten. Zudem ist die Mittelhessin aktuell die Nummer eins der europäischen Jahresbestenliste der U18! Hindernisläuferin Krause folgte einen Tick hinter Volkmer mit 2:04,32 Minuten. Lara Tortell (TV Rendel/U20) erzielte 2:07,79 Minuten und möchte nun bei der DLV-Gala Ende des Monats in Mannheim auf dem EM-Zug nach Boras/SWE aufspringen. Einen weiteren Hessenrekord gab es durch Jana Becker (LG Wettenberg), die in der W13 ihren eigenen Rekord von den hessischen Meisterschaften in Gelnhausen auf nun 2:09,99 Minuten drückte. Die Zeit des großen Lauftalentes war so gut, das nun auch die hessische Bestmarke von Uta Eckhart (Eintracht Frankfurt) von 2:11,4 Minuten in der älteren W14 aus der Rekordstatistik fliegt.