"Dresden Invitational run": Aaron Bienenfeld mit neuem "Hausrekord" auf der Halbmarathon-Distanz - Ilyas Osman liefert U23-Hessenrekord über 10 Kilometer ab
  09.11.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Während in Hessen der Wettkampfbetrieb bei den Leichtathleten ruht, ging es am Sonntag in Sachsen richtig flott zur Sache. Bei einem „Invitational Run“ konnten die deutschen Lauf-Asse im Freistaat zeigen, dass sie auch zu Zeiten der Corona-Pandemie die Form gehalten haben. Zum Ende der Saison haben sie nochmals kräftig Bewegung in die Jahresbestenlisten gebracht.

Auch zwei Hessen nahmen die knapp 500 Kilometer lange Anreise in Kauf und überzeugten mit starken Leistungen. Einen überragenden Auftritt hatte Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach), der bei dem Einladungsrennen im Halbmarathon als Zweiter mit phantastischen 1:02:32  Stunden eine neue Bestzeit ablieferte, in der ewigen deutschen Bestenliste auf Rang 14 vorrückte, damit gleichzeitig drittschnellster Hesse aller Zeiten ist und auch noch den bereits 26 Jahre alten Kreisrekord seines Vereinskollegen Carsten Arndt um fast drei Minuten pulverisierte. Aaron musste sich lediglich dem elffachen deutschen Meister Richard Ringer (LC Rehlingen) geschlagen geben, der nach 21,1 Kilometern gerade einmal sechs Sekunden schneller unterwegs war. Bis zur 16-Kilometer-Marke war das Duo „Bienenfeld-Ringer“ mit wechselnder Führungsarbeit zusammen unterwegs, ehe sich der Europacup-Sieger (2018 in London) ganz leicht lösen konnte. Für den Mann im SSC-Trikot geht damit trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen ein ganz starkes Jahr zu Ende, in dem neue Bestzeiten über 5000 Meter (13:42 Minuten) und im 10-Kilometer-Straßenlauf (28:46 Minuten) notiert werden konnten. Hinzu kamen noch starke Resultate auf der Unterdistanz (3:44 Minuten über 1500 Meter bzw. 8:01 Minuten über 3000 Meter). Platz drei in dem Rennen mit 24 Teilnehmern aus fünf Nationen ging an den Schweden Abootorabi Mohammadreza (1:02:39 Stunden). Bei den Frauen glänzte Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) nach 1:09:42 Stunden mit einer neuen „PB“ und sammelte rund zwei Kilometer vor dem Ziel die bis dahin noch führende Schwedin Sarah Lahti (1:09:52 Stunden) ein. Das Podium komplettierte hier Nina Lauwaert (BEL), die mit 1:12:08 Stunden jedoch schon einen größeren Rückstand hatte.

Ilyas Osman (TV Waldstraße Wiesbaden) hatte sich für einen Start über 10 Kilometer entschieden und traf hier auf knapp 30 Gegner. Nach den vier zu laufenden Runden konnte Jonas Glans mit starken 28:08 Minuten einen neuen schwedischen Rekord bejubeln. Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg), im letzten Monat noch bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia im Einsatz, startete in Dresden beim „Zehner“ und schob sich als Zweiter mit dem neuen „Hausrekord“ von 28:10 Minuten auf den fünften Platz in der ewigen deutschen Bestenliste vor und an die Spitze der aktuellen Jahresstatistik. Ein gutes Pflaster war der Rundkurs im Dresdner „Großen Garten“ auch für Ilyas Osman. Der Youngster aus der Landeshauptstadt verbesserte als Gesamtfünfter mit 28:44 Minuten seinen eigenen Hessenrekord in der Altersklasse U23 (früher Junioren) um neun Sekunden, den er Oktober 2019 in Berlin aufgestellt hatte. In der (ewigen) hessischen Statistik der Männer ist der Schützling von Erfolgstrainer Günter Jung nun auf den zweiten Platz vorgerückt und hat nur noch Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt/27:51 Minuten) vor sich.

Bestens organisiert wurde die Veranstaltung von der „Laufszene Sachsen“ und dem Athleten-Manager Christoph Kopp, der sich in den letzten Jahren auch immer für das Elite-Feld beim Frankfurter Marathon verantwortlich zeichnete.